Baumpflege

Wir pflegen mit Erfahrung und Fingerspitzengefühl auch Problembäume in schwierigen Situationen. Anwendung findet dabei stets der anerkannte Standard der Zusätzlichen Technischen Vorschriften der Baumpflege (kurz ZTV-Baumpflege Ausgabe 2006). Dabei spielt die Zugangstechnik (meist Hubsteiger oder Seilklettertechnik) keine Rolle.


"Ein Charakter ist wie ein Baum und der gute Ruf wie sein Schatten."

Abraham Lincoln



Dieser anerkannte Stand der Technik beschreibt die verschiedenen Eingriffe am Lebewesen Baum,

um diesen so verträglich wie möglich, jedoch so umfangreich wie nötig zu behandeln.

Man unterscheidet daher:

Lichtraumprofilschnitt
Herstellung des sogenannten lichten Raums (ca. 4,5 m) um den Verkehrsraum freizumachen. Dazu ist bereits der Jungbaum entsprechend aufzuasten. Das Aufasten von Altbäumen im Starkastbereich führt zu starken Wunden, welche der Baum nur schlecht abschotten kann.


Totholzbeseitigung
Das Beseitigen von toten und abgebrochenen Ästen vorwiegend im Schwachastbereich.


Kronenpflege
Unerwünschte Fehlbildungen in der Krone (z.B. Zwieselbildung) oder schabende und kreuzende Äste werden entfernt.


Kronenauslichtung
Zu dicht stehende Äste oder auch Reiterate sind zu entfernen. Der Habitus wird dabei nicht verändert.

Kronen(teil)einkürzung/-entlastung
Je nach Notwendigkeit werden einzelne Bereiche des Baums entlastet oder ganze Äste eingekürzt. Dabei wird die Form des Baums u.U. durch zusätzliche Schnitte ausgeglichen.

 

 

Kronensicherung (Verankerung)
Es wird eine dauerhafte Verbindung von Kronenteilen (mit einem Gurtband oder einem Polymer-Gewebe) bei Bruchgefahr hergestellt, um den Baum in Teilen zu stabilisieren und das Abbrechen ganzer Kronenteile zu verhindern. Diese Verbindungen schnüren den Baum nicht ein und bieten ausreichend Dehnungsfähigkeit, um dynamische Wachstumsanreize bei entsprechender Sicherheit zu geben.

 

Kronensicherungsschnitt
Sehr starke Reduktion des Kronenvolumens, um dem Baum trotz beeinträchtigter Standsicherheit ein Fortbestehen zu ermöglichen. Dieser Schnitt ist oftmals die Vorstufe zur Fällung.



Die hier aufgeführten Maßnahmen spiegeln nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten wider. Wir besprechen daher von Fall zu Fall mit dem Kunden, welche Maßnahmen am Objekt notwendig sind. Generell gilt, daß eine Schnittwunde am Besten in der jeweiligen Vegetationsperiode des Baums heilt. Schnittmaßnahmen sind zumeist ganzjährig möglich, erst recht, wenn die Verkehrssicherheit beeinträchtigt ist.

 

Eine Ausnahme bilden blutende Baumarten, die am Besten in Zeiten der Saftruhe beschnitten werden. Als Beispiel sei der Walnußbaum (Juglans regia), der Spitzahorn (Acer platanoides) und die Birke (Betula pendula) genannt. Der Walnußbaum sollte im Herbst (August bis Oktober/Novemer) gepflegt werden, da dieser sonst aufgrund des Saftstaus sehr stark blutet. Ausnahme ist die Totholzentnahme, da hier kein gesundes Holz verletzt wird.


Fragen Sie uns einfach! Wir beraten sie fachlich kompetent vor Ort, was das Beste für Ihren Baum ist.